Felsenfluss
Nandi Devar

Nandi Devar

Wer bist du?

Eine der höchsten Qualitäten, die ein menschliches Wesen zeigen kann, ist Toleranz.
Stell dir vor, du begegnest deinem eigenen alltäglichen Gedankenstrom mit Toleranz. Du würdest aufhören, über die Inhalte deines Denkens zu schimpfen, oder dich zu ängstigen, was nur noch mehr Gedanken erzeugt, die dich in der Negativität festhalten.
Toleranz löst die krampfhafte Abhängigkeit von den Inhalten deines Denkens. Ungefähr 90 Prozent des Denkens besteht aus dem unterbewussten Gedankenstrom, der ganz von allein in dir aufsteigt, um von dir, dem wahrnehmenden Bewusstsein, gehört zu werden.

Im Vergleich dazu gibt es nur wenige bewusst geformte Gedanken, die etwas reflektieren, kreieren und organisieren, zum Beispiel unseren Lebens-Alltag. Wenn du nicht weisst, dass du als wahrnehmendes Bewusstsein existierst, wirst du dich mit jedem Gedanken, der so aufsteigt, als deinem Gedanken identifizieren. Natürlich muss es deine bewusste Entscheidung sein, diesem Gedankenstrom mit Toleranz zu begegnen, sonst gibt es nichts weiter, als die übliche Vermischung von Hörendem und Gehörtem.

Ist es schwierig zu erkennen, wann du dich mit deinen Gedanken identifizierst? Nein.
Der erste Schritt dazu ist ganz einfach. Wisse, dass du denkst und die Identifikation mit dem Denken ist schon gelockert. Doch noch immer hörst du was dir deine innere Stimme zu erzählen hat. Die Zweifel, Ängste und auch die Hilflosigkeit sind Teil davon. Doch der Einfluss auf dich ist viel geringer als vorher. Nun kannst du diesen Inhalten wohlwollend und tolerant begegnen. Warum? Weil du es willst. Nur du kannst das! Aber wer ist mit diesem Du gemeint? Wer bist Du?

Die Antwort ist so einfach wie „tiefschichtig“: Der Hörende, der weiss, dass Gedanken existieren.
In dem was du bist existiert Toleranz aus sich selbst heraus. Sie ist eine deiner ewigen Qualitäten deiner wahren Natur.
Sie ist Teil von dir als einem Wesen der Bewusstheit. Und das bist du schon, denn du hast und bist ein wahrnehmendes Bewusstsein und das hat nichts mit den Gedanken zu tun, die du hörst.

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